Hochzeitsblog-Eintrag vom 30.07.2026
Idyllische Gartenhochzeit Nähe Fuschlsee
Ich geb’s zu, großen Hochzeiten stehe ich oft etwas skeptisch gegenüber. Wenn über zweihundert Gäste dabei sind, wird es schwierig, alles alleine ordentlich einzufangen. Und ehrlich gesagt ist es auch für das Brautpaar selbst nicht immer einfach, sich um so viele Menschen zu kümmern und dabei den Tag wirklich zu genießen. Bei Katharina und Martin hat das trotzdem funktioniert. Und zwar richtig gut!!! 🙂
Die Hochzeit fand im Baumgartengut in Thalgau statt, nur wenige Minuten vom Fuschlsee entfernt. Den See selbst sieht man von dort zwar nicht, aber die Location braucht das definitiv auch nicht. Ein Wochenende zuvor hatte ich auf einer anderen Hochzeit, den Salzburger Hochzeitsfotografen Karl Lasacher endlich mal persönlich kennengelernt. Er war dort als Fotograf und ich als Videograf gebucht. Wir sind ins Gespräch gekommen und meinten, dass es eigentlich eine coole Idee wäre, mal fototechnisch zusammenzuarbeiten. Die Hochzeit von Katharina und Martin, die am Wochenende darauf, nur fünf Minuten entfernt stattfinden soll, hat sich dafür perfekt angeboten. Sympathischer Typ der Karl, und es war wie immer spannend zu sehen, wie andere Fotografen arbeiten. Ich bin immer der Meinung, dass man nie auslernt hat und von einander nur profitieren kann.
Zurück zu dieser schönen Gartenhochzeit! Katharina hatte ihre Brautjungfern um sich, und ruhig wurde es an dem Vormittag praktisch nie. Es wurde viel gelacht, viel gegackert, richtig schöner Trubel – eigentlich wie in einem Hühnerstall. 😉 Getting Ready Fotos vom Bräutigam haben wir bewusst ausgelassen, Martin ist wie viele Männer kein großer Fan davon, vor der Kamera zu stehen. Das macht in der Reportage am Ende aber selten einen großen Unterschied. Während Katharina fertig gemacht wurde, haben wir Martin unter den hauseigenen Obstbäumen platziert. Ein First Look ist für mich immer wieder ein besonderer Moment. Da fließen auch bei den gestandensten Männern gerne mal ein paar Tränen. Ich glaube, das liegt daran, dass man in diesem Moment wirklich für sich ist, ohne Publikum, ohne beobachtet zu werden.
Die standesamtliche Trauung fand im Quercus etwas weiter entfernt statt. Also ab in unseren chilligen VW Bus und los gehts.. Im kleinen Kreis, ungefähr zwanzig bis dreißig Personen, nur die engsten Vertrauten. Schön dekoriert, mit locker gebundenen Sträußen und Blumen, wie man sie bei einer Gartenhochzeit eben erwartet, weniger straff, mehr natürlich. Die Trauung selbst war unglaublich emotional, genau die Art von Momenten, die ich als Hochzeitsfotograf liebe.
Nach der Trauung ging es zurück zum Hof, wo sich Katharina und Martin noch kurz zurückziehen konnten, bevor alle zweihundert Gäste eintrafen. Und was dann folgte, war der längste Spalier, den ich je fotografiert habe. Mit Jubel und Geschrei wurden die beiden empfangen, und trotz meiner anfänglichen Skepsis gegenüber großen Hochzeiten hat mich der restliche Tag eines Besseren belehrt. So eine riesige Menschenmenge kann trotzdem herzlich und persönlich sein!
Der restliche Nachmittag war vollgepackt mit Gratulationen, Spielen, Geschenken, kühlen Getränken und jeder Menge guter Laune. Für unsere Paar-Session im letzten Licht haben Katharina und Martin sich extra nochmal Zeit genommen. Martin ist zwar nicht der Typ, der von sich aus nach Fotos fragt, aber für seine Katharina macht er einfach alles. Wenn ich hier gleich einen Tipp an zukünftige Bräutigame geben darf: „happy wife – happy life“ trifft den Nagel auf den Kopf, erstrecht wenn es um den Hochzeitstag geht. Es wurde viel gelacht, bei allen Beteiligten und genau aus solchen Momenten entstehen die ehrlichsten und herzlichsten Fotos. Ich sag es immer wieder gern: Vertraut eurem Fotografen einfach, durchziehen statt nachdenken bringt die schönsten Bilder. Wir hatten traumhaftes Abendlicht, tolle Silhouetten-Shots und wie immer mussten die beiden für mich auch ein bisschen rennen. Das bringt einfach Bewegung in die Bilder.
Gefeiert wurde anschließend in der liebevoll geschmückten Scheune direkt am Hof. Trotz Gartenhochzeit hatte man dort nicht das Gefühl, auf einer klassischen Bierbank-Feier zu sein, das absolute Gegenteil war der Fall. Schöne Bestuhlung, stilvolle Tischdeko, absolut zeitschriftenreif. Es gab emotionale Reden, viele Tränen, und dann ging es schnell auf die Tanzfläche. Und wenn die Salzburger eines können, dann feiern! Es wurde bis zum Abwinken getanzt, mit Braut- und Bräutigamentführung an unterschiedlichen Spots am Hof, für Katharina in der Gartenhütte, für Martin in der guten Stube des Elternhauses. Ab da war dann Abriss-Stimmung angesagt – wer selbst schon als Bräutigam oder Braut entführt wurde, weiß genau, wovon ich rede. Für mich war um Mitternacht dann Schlusspfiff, denn ab hier entstehen dann meist nur noch Bilder, die nicht für Omas Augen bestimmt sind. 😉
Was diese Hochzeit für mich besonders gemacht hat, waren die vielen lustigen, unperfekten Momente dazwischen, bei denen es schwerfiel, ernst zu bleiben. Genau diese Ehrlichkeit macht für mich am Ende die besten Fotos aus, Bilder, die ich mir auch heute noch gerne ansehe. Ein großes Lob geht außerdem an die Floristik , die perfekt zur lockeren Gartenhochzeit gepasst hat. Besser hätte man Deko und Blumen für diesen Ort, diese Jahreszeit und dieses Brautpaar nicht wählen können. Ein rundum stimmiges Gesamtbild, von Anfang bis Ende.